Kindeswohlgefährdung/Führungszeugnis

Erweitertes Führungszeugnis

Nach der Änderung des Bundeszentralregistergesetzes kann auf der Grundlage des neu eingefügten § 30a BZRG von Personen ein erweitertes Führungszeugnis verlangt werden, in welchem über den bisherigen Inhalt hinaus weitere sexualstrafrechtliche und jugendschutzrelevante Verurteilungen auch im niedrigeren Strafbereich aufgenommen sind. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche vor Straftaten zu schützen.

Das erweiterte Führungszeugnis wird auf Antrag einer Person erteilt, wenn dieses Führungszeugnis benötigt wird für:

  • – Die Prüfung der persönlichen Eignung nach § 72a des Achten Buches Sozialgesetzgebung – Kinder- und Jugendhilfe.
  • – eine sonstige berufliche oder ehrenamtliche Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung Minderjähriger.
  • – eine Tätigkeit, die in vergleichbarer Weise geeignet ist, Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen.

  • Für welche Personen ein erweitertes Führungszeugnis notwendig ist, kann hier nachgeprüft werden:
  • Prüfschema

Qualifizierung Kindeswohlgefährdung

Gewalt gegen Kinder gibt es überall, einen 100% Schutz wird es hierbei nicht geben. Kinder können nicht ausreichend für ihren eigenen Schutz vor Gewalt sorgen, sie brauchen Leitungspersonen, die um diese Thematik wissen und die sie schützen. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, benötigen JugendleiterInnen und Vorstände ausreichend Informationen und Handlungsempfehlungen.

Die Seminarangebote des sjr für Vorstände und JugendgruppenleiterInnen „Stoppt Gewalt gegen Kinder“ in Kooperation mit dem Kinderschutzbund Ulm/Neu-Ulm und der Stadt Ulm sind verpflichtend; die fortlaufenden aktuellen Termine werden zeitnah bekannt gegeben.